Amazonas am Scheideweg
Nachdem im August der Amazonas-Regenwald brannte, fiel das globale Rampenlicht auf Brasilien. Präsident Jair Bolsonaro wies die Großbrände als übliche Praxis für die Gewinnung von Weiden und Ackerland zurück. Lastwagen mit Holz, Getreide und Sojabohnen: Auf der Straße Transamazônica in Brasilien herrscht reger Frachtverkehr. Präsident Bolsonaro lässt die Infrastruktur weiter ausbauen. Umweltschützer befürchten noch mehr Abholzung. Die Uhr tickt. Schon jetzt wird die Region wärmer und trockener und verliert ihre Kapazität zur Wasseraufbereitung, wie der Klimawissenschaftler Carlos Nobre von der Universität von São Paulo erklärt. In 15 bis 30 Jahren könnte der größte Teil zur Savanne werden.
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