Bismarcks Bündnispolitik im Kaiserreich
Der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck verfolgte mit seiner Außenpolitik zum einen das Ziel, den „Erbfeind“ Frankreich zu isolieren mit mögliche Rachefeldzüge zu verhindern. Bündnisse mit Russland, Österreich-Ungarn und Italien sollten das neue deutsche Reich zudem sicher in der Mitte der europäischen Großmächte positionieren und insbesondere dazu beitragen, im Falle eines Krieges eine Zweifrontenlage zu vermeiden. Im Jahr 1873 wurde das Dreikaiserabkommen mit Russland und Österreich-Ungarn geschlossen, das aber wegen unterschiedlicher Interessen im Balkan 1885/86 scheiterte. 1879 folge der Zweibund mit Österreich-Ungarn, im Dreibund von 1882 kam Italien dazu. Von besonderer Bedeutung war der 1887 für zunächst drei Jahre geschlossene geheime Rückversicherungsvertrag mit dem zaristischen Russland (1887), in dem man sich gegenseitig die Neutralität im Falle eines Krieges durch einen Dritten zusicherte. Nach der Entlassung Bismarcks 1890 entschied Kaiser Wilhelm II. den Vertrag nicht zu verlängern und das Deutsche Reich eher durch eigene militärische Aufrüstung als durch Bündnisse schützen.
31.03.2015 - Die Bündnisse des Deutschen Reichs unter Reichskanzler Otto von Bismarck, 1873 bis 1887, Hochformat 90 x 115 mm, Grafik: A. Brühl, Redaktion: A. Brühl/K. Klink
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